
Zur Geschichte des Fanfarenzug Nusplingens
Im Jahre 1978 wurde der Fanfarenzug von drei jungen Männern initiiert: Edi
Behnke als 24-Jähriger war die treibende Kraft, Klaus Schlude und Hubert Ritter
standen ihm zur Seite.
Bereits nach zwei Zusammenkünften begannen 20 Jugendliche
unter Anleitung des Fanfarenzugs Spaichingen mit der Probenarbeit in einem Klassenzimmer
der Schule.
Edi Behnke wurde Tambour -Dirigent- und gleichzeitig 1. Vorsitzender.
Überhaupt leistete er in den ersten Jahren einen Großteil der Aufbauarbeit, waren die
allermeisten Mitglieder doch minderjährig.
Noch im selben Jahr wurden 30 Landsknechtsuniformen
beschafft, die nun seit über 20 Jahren ihren Dienst tun. Für den damals notwendigen Kredit
konnten immerhin 4 Mitglieder bürgen.
1979 bauten die Jugendlichen das alte Rathaus der Gemeinde zum Probelokal aus und
im Dezember fand die offizielle Gründungsversammlung im "Heuberger Hof" statt.
1984 wurde erstmals groß gefeiert: das fünfjährige Bestehen auf dem damaligen
Festgelände "Kirchwiesen". Doch bekannt und groß geworden ist der Nusplinger
Fanfarenzug mit dem anfangs jährlich durchgeführten Heckentalwaldfest, das heute
noch seine ganz eigene Atmosphäre hat.
1986 wurde das alte Rathaus abgerissen und der FZN verlor dadurch sein eigenes
Probelokal. Für acht lange Jahre mussten die Bläser und Trommler im Musiksaal der
Hauptschule üben. Nichtsdestotrotz wurde 1989 das 10-jährige Bestehen mit einem
großen Fanfarentreffen und Boxkämpfen zwischen dem
ASV Ebingen und dem SSV Reutlingen auf dem neuen Festplatz gefeiert.
Zwischenzeitlich hat Hans Hager 1987 die musikalische Leitung übernommen, 1.
Vorsitzender ist seit 1989 Hubert Ritter.
1994 wagten sich die Fanfarenzügler wieder an den Ausbau eines Proberaums.
In Eigenregie und mit großer Unterstützung durch Spender und die Gemeinde wurde
das Dachgeschoss des gemeindeeigenen Feuerwehrhauses in 2.100 freiwilligen
Stunden ausgebaut und eingerichtet sowie gleichzeitig zur Finanzierung ein
Holzeinschlag bewältigt.
Jenes Jahr wies viele weitere Highlights auf, die in die Annalen eingingen:
Im März erfolgte der 1. offizielle Auslandsauftritt beim Carneval in Chalon-sur-Saone,
dem jährliche Gastspiele in ganz Frankreich folgten.
Im Herbst veranstaltete der Fanfarenzug seinen 1. Konzertabend mit dem FZ Graf
Zeppelin Friedrichshafen und dem Musikverein Nusplingen und fuhr danach für drei
Tage zum "Fete des Louches" (Löffelfest) nach Comines an der französich-belgischen Grenze.
Einen weiteren Höhepunkt durften die Aktiven in Friedrichshafen erleben.
Zusammen mit den Häfler Zügen gestalteten sie im Juli 1995 das Standkonzert zum
Seehasenfest und wirkten am Nachmittag beim Umzug mit. Auch im französichen Jura
war der FZN zu Gast: Beim Wurst- und Weinfest in Morteau.
Neuland wurde anfangs 1996 betreten, als der FZ beim 1. Kirchenkonzert der 4
musiktreibenden Nusplinger Vereine mitwirkte. Seitdem ist der Verein sozusagen
"gesellschaftsfähig" und somit auch fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Nusplingen.
Das Konzertwertungsspiel beim Kreisverband Zollernalb in Balingen schlossen wir
im Juni 1996 mit der Note sehr gut bis gut äußerst erfolgreich ab.
Nach zwei weiteren Gastspielen in Frankreich - Mirabellenfest in Metz 1996 und
Weihnachtsfest in Verdun 1997 - kamen 50 aktive Bläser, Trommler und Fahnenschwinger
1998 in den seltenen Genuß, für 5 Tage den Carneval in Nizza mit Blumencorso zu
erleben und mitzugestalten. Für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis !
Im Oktober 1998 gestaltete man mit dem Musikverein Nusplingen und dem Fanfarenzug
Laiz gemeinsam den 2. Konzertabend.
Kurz danach folgte die Ausstrahlung der Folge "Schwäbische Alb" der Sendung "Kein
schöner Land" in der ARD, bei der der FZ Nusplingen einen eindrucksvollen Beitrag
auf der Burg Hohenzollern beisteuerte.
In den vergangenen Jahren wurden die instrumentale Besetzung mit Fanfaren,
Parforcehörnern, Bassinstrumenten und Percussion sowie das Repertoire stetig ausgebaut.
Das 20-jährige Jubiläum wurde vom 9. - 11. Juli 1999 gebührend gefeiert. 50
Fanfarenzüge, Musik-, Narren- und Schützenvereine hatten ihr Kommen zu diesem
Jubiläum zugesagt. Gleichzeitig wurde das Treffen der Freien Fanfarengemeinschaft
(FFG) Alb-Donau ausgerichtet, die bei diesem Fest das 10-jährige Bestehen feierte.
Höhepunkte waren hierbei der Sternmarsch mit 24 Zügen, der Massenchor der 9 Mitglieder
der Freien Fanfarengemeinschaft und der Auftritt des Fanfarenzugs Graf Zeppelin
Friedrichshafen am Samstagabend. Außerdem konnte eine Gruppe der Ehemaligen des
FZN im Festzelt auftreten.
Am Sonntag gab es einen farbenprächtigen Festzug mit Fanfarenzügen, Narren- und
Schützenvereinen, Fahnenschwingern, Schulklassen und Oldtimern.
Im Herbst 1999 gab es eine Reise in den Osten Deutschlands. Die thüringische
Spielzeugstadt Sonneberg feierte ihr Jubiläum.650 Jahre Stadtrechte mit der
Darstellung historischer Ereignisse von 1207 bis in die heutige Zeit.
Ein weiterer Frankreichbesuch folgte im Jahr 2000. Die Stadt Besancon lud vom
11.-12. März 2000 zum Karneval ein.
Der reine Naturton-Fanfarenzug zählt derzeit ca.40 aktive Bläser, Trommler und
Fahnenschwinger, darunter 7 Jugendliche unter 18 Jahren und 180 passive
Mitglieder. In regelmäßigen Abständen werden Jugendliche ausgebildet, damit
der Nachwuchs gesichert ist. Seit Jahren werden jährlich über 70 Vollproben
abgehalten um die durchschnittlich 30 Auftritte zu meistern. Für die Aktiven wurden zum
20-jährigen Jubiläum 50 neue Landsknechtsuniformen beschafft.
Hierzu hat
der Verein in den vergangenen Jahren enorme finanzielle Anstrengungen unternommen.
Es wurden gemeinsam Inventuren durchgeführt, Feste, Konzerte und Scherenschleifen
veranstaltet. Für die Gemeinde wurden mehrere Arbeitseinsätze bewältigt. Sie hat
daher auch einen Zuschuß und einen Holzeinschlag bewilligt. Auch hier wurden die
Bestrebungen neben der unermüdlichen Arbeit der Aktiven wieder stark durch spendenwillige
Firmen und Bürger unterstützt.
Im Jahre 2001 umrahmte der Fanfarenzug die Feierlichkeiten zur Partnerschaftsunterzeichnung der Gemeinden Nusplingen und Ujazd (Polen).
In Sonneberg war der FZ Nusplingen zum 2. Mal bei den Thüringentage im Jahr 2002 zu Gast.
Noch im selben Jahr wurde die vereinseigene CD in unserem Probelokal aufgenommen.
Im Jahre 2003 konnten wir unsere CD bei unserm Frühlingsfest vorstellen.
Im gleichen Jahr wirkten wir beim Festakt des Landesverbandstreffen der Spielmanns- und Fanfarenzüge in Gaienhofen mit.
Unser 25-jähriges Jubiläum wurde im Jahr 2004 mit einem großen 3-tägigen Fest gefeiert.
Highlights an diesem Fest waren die SWR3-DanceNight, Sternmarsch mit befreundeten Fanfarenzügen und Jahrgangsabend, Festgottesdienst, Festumzug und Freundschaftsspielen mit befreundeten Fanfarenzügen.
2005 waren wir bei unserem befreundeten Fanfarenzug Graf Zeppelin in Friedrichshafen zu Gast, der ein großes Vorbild für uns ist.
Nach einer 5-jährigen Pause waren wir dann 2006 wieder in Frankreich zu Gast.
Vittel, auch bekannt durch das Mineralwasser, hat uns zu einem großen Karnevalsumzug eingeladen.
| Sonntag, 05. September 2010 | |